La Digue

La Digue – Idyllische Seychelleninsel mit Traumstränden

Nur 10 Quadratkilometer misst die viertgrößte Insel der Seychellen, die gerade einmal 3000 Einwohner beherbergt. La Digue lässt sich mit der Fähre von der Nachbarinsel Praslin aus erreichen und verspricht entspannten Badeurlaub: Statt großer Hotelketten fügen sich hier familiäre Gasthäuser harmonisch in die Tropenlandschaft. Neben den interessanten Granitfelsen ist La Digue besonders für seine Strände bekannt: Am beliebtesten ist natürlich der Anse Source D'Argent, doch rund um die Insel warten noch mehr malerische Küstenabschnitte. Der Grand’Anse lockt mit feinem, weißen Sand und einem kräftigen Wellengang, und der Anse Marron eignet sich mit seinen flachen Felsenbecken gut für Familien mit Kindern. Granitformationen und üppiger Regenwald rahmen den Anse Cocos ein. Dieser unberührte Strand wird nicht von vielen Urlaubern, dafür von umso mehr Wasservögeln aufgesucht. La Digue ist von Korallenriffen umgeben, die zum Tauchen und Schnorcheln einladen, zum Beispiel auf einer Bootstour nach Coco Island. Neben bunten Fischschwärmen, Meeresschildkröten und Rochen bekommt ihr mit etwas Glück auch scheue Haie zu Gesicht.

Auch das Innere La Digues ist sehenswert: Die höchste Erhebung der Insel ist Nid d’Aigles, zu Deutsch „Adlernest“. Bereits auf dem Weg genießt ihr ein erhabenes Panorama auf die Küste sowie die Nachbarinseln Praslin, Marianna und Felicite. Tierfreunde sollten unbedingt zur Veuve Reserve aufbrechen. In diesem Naturschutzgebiet leben Exemplare des seltenen Seychellen-Paradiesschnäppers. Der Vogel sticht mit seinem langen Schwanz und dem tiefblauen Gefieder sofort ins Auge. Doch auch andere farbenfrohe Vogelarten sind dort zuhause.

La Digue lässt sich ganzjährlich bereisen. Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bei angenehmen 25 bis 30° Celsius und das Klima ist trockener als auf der Hauptinsel Mahe. Am häufigsten regnet es zwischen Mai bis Oktober, starke Wirbelstürme gibt es aufgrund der geografischen Lage zum Glück nicht. Auf La Digue stören nur wenige Fahrzeuge die Ruhe. Autovermietungen existieren nicht und Taxis sind rar gesät und teuer. Das macht jedoch nichts, denn mit 5 Kilometern Länge und nur 3 Kilometern Breite lässt sich die Insel sehr gut zu Fuß erkunden. Oder ihr leiht euch ein Fahrrad aus, nachdem ihr in La Passe von der Fähre gestiegen seid. Nur 8 Euro kostet euch der Spaß für den ganzen Tag. Wenn ihr ganz viel Zeit habt, wählt ihr La Digues ältestes Transportmittel: den Ochsenkarren.

Die einzige größere Siedlung auf La Digue ist der Hafenort La Plasse. Nur hier können Fähren anlegen. Ein paar Geschäfte, ein Krankenhaus, eine Schule und ein Postamt existieren hier neben Restaurants, in denen ihr gut kreolisch essen gehen könnt. Daneben gibt es eine Pizzeria und ein Café mit Milkshakes und Eiscreme. Viel mehr Auswahl dürft ihr jedoch nicht erwarten. Geschenkeläden verkaufen ein beliebtes Souvenir: weiße Vanillebohnen, die auf La Digue angebaut werden. Aufgrund der geringen Größe La Digues bleiben die wenigsten Urlauber länger als ein paar Stunden. Falls ihr dennoch dort übernachten wollt, müsst ihr tief in die Tasche greifen – zwischen 130 und 550 Euro kosten die Unterkünfte. Da seid ihr mit einem Tagesausflug besser beraten, bei dem ihr euer ganz persönliches Paradies auf dieser kleinen, aber charmanten Seychellen-Insel findet.

Anse Source d'Argent


Der Traumstrand

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Auf La Digue befindet sich der angeblich meist fotografierte Strand dieser Erde. Viele internationale Werbespots wurden hier bereits gedreht. Kein Wunder, dass Anse Source D´Argent vom National Geographic-Magazin zum schönsten Strand der Welt gekürt wurde. Bereits der Fußweg ist lohnenswert, da er an den historischen Überresten einer Kokos- und Vanilleplantage vorbei führt. Außerdem befindet sich dort ein Gehege mit zahmen Seychellen-Riesenschildkröten. Der Strand selbst versetzt seine Besucher in Staunen, und das nicht nur aufgrund der Palmen und des blütenweißes Sandes. Die bizarr geformten Granitfelsen sorgen für ein Fotomotiv nach dem anderen und das Wasser ist so klar, dass ihr die bunten Fische bereits vom Strand aus beobachten könnt. Sehr flach geht es hier ins Wasser, was den Anse Source D´Argent perfekt für Familien mit kleinen Kindern macht. Und was gibt es besseres als unter strahlender Sonne frisch gepresste Säfte und Cocktails zu genießen? Zu hohen Seychellen-Preisen, versteht sich. Bei so viel Tropenidylle ist es klar, dass der Anse Source D'Argent einen Haufen Besucher anzieht. Doch je weiter ihr lauft, desto einsamer wird der Strand. Die riesigen Granitfelsen teilen den Küstenabschnitt in kleine Buchten, die ihr für euch in Beschlag nehmen könnt. 6 Euro Eintrittsgebühr müsst ihr am Anse Source D'Argent hinblättern. Doch dies lässt sich verschmerzen angesichts der Postkarten-Romantik, die euch hier geboten wird.